Unter Strom mit EMS Training – ein Selbstversuch

Sport unter Strom mit EMS Training - ein Selbstversuch | Lotti Groll

Ein paar von euch haben es sicher schon in meinen InstaStories gesehen (@lottigroll): Ich habe den Kampf gegen den inneren Schweinehund wieder aufgenommen. Momentan probiere ich die verschiedensten Methoden und Sportarten aus. Neulich habe ich EMS Training im EMS Studio Berlin ausprobiert und möchte euch mehr über das Workout und meine Erfahrungen erzählen.

Was ist EMS Training?

EMS steht für Elektro-Muskel-Stimulation, die bei dem Training durch spezielle Elektroden abgegeben wird. In nur 20 Minuten Training sollen hier die tief ersitzenden Muskeln gezielt angesprochen werden. Muskelaufbau und -erhalt haben sehr hohe Priorität und nach nur einer Einheit bekommt man einen intensiven Muskelkater und das auch noch an ganz unerwarteten Stellen. Mit Ausnahme von Schwangeren kann jeder EMS Training machen – die elektrischen Impulse ähneln Wehen zu stark um in der Schwangerschaft das Kind nicht zu gefährden.

 

Oft greifen Athleten auf EMS Training zurück um ihre Muskelmasse auch nach einer Verletzung erhalten zu können. Trotzdem braucht man zum Training die Freigabe eines Arztes.

 

EMS Training – Die Vorbereitung

Bevor ich anfangen kann zu trainieren, müssen wie bei jedem Training erstmal meine Zeile besprochen, der Anzug angezogen und die Intensität des Stroms festgelegt werden. Dafür muss ich mich mit leicht angespannten Muskeln in die Grundposition stellen und dem Trainer ehrlich sagen, ob ich den Stromschlag noch aushalten kann. Gar nicht so einfach, ich muss nämlich die ganze Zeit kichern. Die ersten Stromschläge fühlen sich an als würde mich jemand mal so richtig durchkitzeln. Wir müssen die Intensität also nach oben anpassen, damit ich beim Training auch das Gefühl habe an meine Grenzen zu kommen. Trotz meiner Lachanfälle  – die meinen armen Trainer immer wieder zum Kichern bringen – haben wir mein Profil schnell erstellt und wir können mit dem Training starten.

Tipp: Wenn z. B. frau nach der Schwangerschaft etwas mehr Unterstützung für die Rückbildung vom Beckenboden haben möchte, ist auch das möglich.

 

Sport unter Strom mit EMS Training - ein Selbstversuch | Lotti Groll

EMS – Muskeltraining

Nach ein paar kurzen Aufwärmübungen geht es los: die Kniebeugen und Planks versetzen mich schnell in den Schulsport zurück. Als Anfängerin mache ich die Übungen nur mit dem eigenen Körpergewicht, das ist wichtig um die richtige Haltung zu lernen und später noch tollere Sachen machen zu können. Für das Muskeltraining sind die Elektroden auf Wechselstrom eingestellt und ich bekomme immer wieder kurze Impulse, bei denen sich meine angespannten Muskeln noch weiter zusammenziehen. Gerade Planks werden dadurch zu einer besonderen Herausforderung, aber wie sagt man: nur die Harten kommen in den Garten!

Tipp: EMS Training soll man nicht mehr als 2 Mal in der Woche machen. Zum einem werden die Muskeln sonst zu stark beansprucht und zum anderen ist das Training so intensiv, dass es schnell zu einer hohen Nierenbelastung kommen kann. Seid also ehrlich bei der Einstellung und übt euch nicht in falschem Ehrgeiz.

 

Sport unter Strom mit EMS Training - ein Selbstversuch | Lotti Groll

EMS – Cardio Training

Zusätzlich zum Muskeltraining kann man EMS auch für Cardiotraining nutzen. Der Fokus liegt hierbei auf der Stärkung des Kreislaufes und des Stoffwechsels mittels Gleitstrom. Im Gegensatz zu den intensiven Impulsen beim Muskeltraining ist der Gleitstrom kaum mehr als ein leichtes Kitzeln.

 

Ergänzt wird das EMS Training im EMS Studio Berlin mit einer Andullation-Massageliege. Die Liege bietet mehrer Programme wie Stressabbau, Entsaäuerung etc. Nach meinem Training wähle ich natürlich das Regenerations-Programm. Durch Wärme, leichte Schwingungen und Infrarotlicht werden meine Muskeln nach dem Training wieder locker und fühlen sich wunderbar leicht an – über den kommenden Muskelkater braucht man sich aber trotzdem keine Illusionen machen.

 

Fazit

Nur 20 Minuten pro Einheit zu investieren ist eine große Verlockung. Mir gefällt besonders der Aspekt, dass man das Training pass genau auf seine Bedürfnisse abstimmen kann. Trotz der Regenerationsmassage komme ich am nächsten Tag kaum aus dem Bett. Arme ohne Anstrengung heben? Fehlanzeige. Der Muskelkater braucht mehrere Tage um genug abzuklingen, dass ich ohne zu Wimmern Treppen steigen kann. Am schlimmsten ist der Muskelkater in den Schultern, unterer Rücken und Rippen. Nicht unbedingt die Stellen, die ich nach dem Training erwartet hätte.

Man sieht schnell Erfolge und braucht wenig Zeit trotzdem werde ich mich nicht nur auf EMS Training konzentrieren. Dazu gibt es mir geistig nicht genügend Ausgleich. Aber für den Wiedereinstieg ist es ideal da einen die schnellen Erfolge motivieren und bei der Stange halten.

Habt ihr EMS Training schon einmal ausprobiert? Was macht ihr momentan für eure Fitness? Und: wollt ihr mehr solche Berichte auf dem Blog lesen?

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